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.... und SIE ... ?

 

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Mein Freund, der Baum

 

Bäume nützen uns Menschen in vielfältiger Weise - ganz besonders in einer eigentlich naturfernen städtischen Umgebung. Ein durchschnittlicher Laubbaum, z. B. eine  ca. 100jährige Buche mit etwa 15 bis 20 Meter Höhe und etwa 12 m Kronendurchmesser

 

  • überdeckt eine Grundfläche von 110 - 120 m²;
  • hat 600.000 Blätter mit einer Gesamtfläche von 1.200 m² - also mehr als dem 10fachen der Grundfläche.
  • Für den Gasaustausch des Baumes wirksam ist die Zelloberfläche: durch die  Lufträume des Schwammgewebes der Blätter erreicht diese 15.000 m² - die Fläche von zwei Fußballfeldern.
  • Für sich selbst produziert der Baum an einem sonnigen Tag 12 kg Zucker, aus dem er alle seine organischen Stoffe aufbaut. Einen Teil speichert er als Stärke, aus einem anderen baut er sein neues Holz.

 

So ein  heimischer Laubbaum dieses Alters und dieser Größe nutzt uns Menschen in vielfältiger Weise:

 

 

  • Er liefert uns die Luft zum Atmen
    Mit seiner Blattfläche erzeugt der Baum bis zu 1.200 Liter Sauerstoff in der Stunde, im Durchschnitt  etwa 370 Liter/Stunde  (= 13 kg/Tag = 4,6 Tonnen/Jahr) das genügt für die Atmung von ca. zehn Menschen.
  • Er ist ein hoch-effektiver Luft-Filter:
    An einem Sonnentag strömen durch seine Blätter etwa 36.000 m³  Luft mitsamt den darin enthaltenen Bakterien, Pilzsporen, Staub und anderen schädlichen Stoffen, die zu Allergien, Luftwegerkrankungen oder Hautreizungen führen können; bis zu 70 % davon bleiben im Blatt hängen. 

    Insgesamt  filtert das Laub jährlich rund 7.000 Kilogramm Staub aus der Luft.
  • Er  verarbeitet CO2 und bremst dadurch den Klimawandel:
    Ein Baum nimmt im Jahr zwischen 10 und 30 kg CO2 aus der Luft. So wirken Stadtbäume dem Treibhauseffekt entgegen und dienen dem Schutz des Klimas   == >    Bäume schützen Klima
  • Bäume wirken als Klimaanlage:
    Bäume mildern den klimawandelbedingten Hitzestress und helfen so. die Folgen dies Klimawandels zu mildern 
    == >   Bäume im Klimawandel
  • Der Baum arbeitet als natürlicher Luftbefeuchter:
    Er verdunstet bis zu 400 Liter Wasser in der Stunde,  lindert so das unnatürlich trockene  Stadtklima deutlich und bringt an heißen Sommertagen Kühle und Schatten in den Wohnbereich.
  • Er hilft, den Wasserhaushalt zu stabilisieren:
    In einem Jahr zieht ein Baum mit seinen Kapillaren und Wurzeln ca. 30 000 Liter Wasser durch den Boden, stabilisiert so das Grundwasser, verzögert den Oberflächenabfluss und mildert damit Hochwässer.
  • Er schützt und verbessert den Boden: 
    Bäume erhalten den Boden vital und fruchtbar, unterstützen die Zersetzung organischer Abfälle und den Aufschluss von Mineralstoffen und binden Stickstoff. Das Wurzelwerk sorgt für ständige Durchlüftung, Porosität und Durchlässigkeit, dadurch können Niederschläge  rasch in den Boden eindringen - auch das verstetigt den Abfluss.    
  • Bäume schenken uns Ruhe:
    Mit seiner Blattmasse schluckt der Baum nicht nur Staub, sondern auch Schall: Bäume und Hecken dämmen daher den (Straßen-) Lärm und wirken gleichzeitig als Sichtschutz.
  • Bäume sind Heimat und Lebensraum:
    Sie bieten Lebensraum in Form von Futter und Unterschlupf für eine Gemeinschaft von Insekten, Vögeln und  Kleintieren, aber auch für Pilze,  Beeren und andere Bodenpflanzen, die sich gegenseitig im Gleichgewicht halten.
     
  • Bäume bringen Natur in die Stadt:
    Sie machen beispielsweise die Jahreszeiten erlebbar und bieten auch mitten in der Stadt die Möglichkeit zur Erholung im Grünen.
  • Bäume beleben und gliedern das Stadtbild:
    Bäume sorgen für ein grünes Panorama, so dass Siedlungen harmonischer in die Natur eingebettet erscheinen. Seit Jahrhunderten prägt der Stadtbaum die Stadtarchitektur. Bäume beleben die Stadt und machen sie freundlicher, verleihen Häusern Charakter, lockern kahle und eintönige Straßenschluchten auf, machen Plätze "gemütlich" und lassen romantische Orte und Straßen in der Stadt entstehen.
  • "Mein Freund der Baum" ist auch Kulturgut:
    Für Maler, Dichter und Sänger waren Bäume immer wieder Quelle der Inspiration ... von Walther von der Vogelweide ("Unter der Linde") über Fontanes havelländischen "Birnbaum" bis Alexandras "Mein Freund der Baum" ...

 

Exkurs: heimisch und fremd:
Viele "typische" Innenstadt- Bäume sind allerdings keine heimischen Arten sondern Importe aus anderen Naturräumen (=Neophyten) und haben dann nur geringe Bedeutung für die einheimische Tierwelt, die sich in einem jahrtausendelangen Anpassungsprozess an die alteingesessenen Bäume "gewöhnt" haben. Auf einer heimischen Eichenart leben beispielsweise rund 300 Insektenarten, auf einer Birke 230, auf einer Esche immerhin noch 40. Dagegen bieten Neophyten wie die Roßkastanie oder die Platane nur vier bzw. nur einer Insektenart Heimat - entsprechendes gilt dann z. B. für Vögel, die von diesen Insekten leben

 

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