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Bäume im Klimawandel

 „Der innerstädtische Baumbestand sollte nachhaltig gesichert und weiterentwickelt werden“.

 

So lautet die dringende Empfehlung des Deutschen Städtetages  an seine Mitglieder, die deutschen Städte, um die heute schon spürbaren Folgen des Klimawandels abzumildern. In sein „Positionspapier Klimawandel“ (20.06.2012) hat der Spitzenverbandes deutscher Kommunen ein eigenes Kapitel „Stadtgrün“ aufgenommen, in dem er – über die Sicherung und Weiterentwicklung des Baumbestandes hinaus – umfassend für die Erhaltung und eine Ausweitung des städtischen Grüns eintritt (ähnlich: Städte- und Gemeindebund ).

 

Das ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Bäume, und gerade Stadtbäume, eine Schlüsselrolle im längst begonnenen Klimawandel spielen. Auch der Klimabeirat der Stadt Detmold hat sich 2014 mit der Anpassung an den Klimawandel befasst und dabei gefordert,

 

„… der Erhaltung des vorhandenen Baumbestandes eine besondere Bedeutung bei(zu)messen“ und „durch weitere Baumpflanzungen“ zu ergänzen.

 

 

== >  Klimabeirat Detmold: Vorschläge zu Stadtgrün und Stadtbäumen

 

 

Bäume speichern CO2 und bremsen so den Klimawandel

 

Schon seit Beginn der Klimadiskussion schätzt man Bäume als die effektivsten Kohlendioxidspeicher, die wir bis heute kennen: ungefähr 10 Kilo CO2 nimmt ein ausgewachsener Baum pro Jahr auf; zwischen ein und zwei Tonnen hat er in seinem Holz gespeichert und damit aus dem klimaverändernden CO2–Kreislauf herausgenommen.

 

   ==>   Bäume und CO2

 

Bäume klimatisieren Städte = mildern die Folgen des Klimawandels

 

Je weiter der Klimawandel tatsächlich voranschreitet, um so wichtiger werden Bäume auch als innerstädtische Klimaanlage, welche die Aufenthaltsqualität steigern und den Trocken- und Hitzestress mildern. Damit helfen sie, die Folgen des Klimawandels erträglicher zu machen.

 

 

Gerade kommunale Dachorganisationen machen sich seit Jahren ernsthafte Sorgen um den ganz besonderen Klimawandel in den Städten: die sommerliche Aufheizung der  Innenstädte, die nicht nur zu erheblichen Einbußen an der Aufenthaltsqualität führt, sondern auch gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit und die Sterblichkeit der Stadtbewohner hat.

 

 

 

Im Klimabeirat der Stadt Detmold wurden entsprechende Untersuchungen bereits ausführlich vorgestellt. Zitiert wurden wissenschaftliche Untersuchungen über den Zusammenhang von Temperatur und Mortalität sowie wurden Presseberichte über Tausende „Hitzetote“ während der Hitzewelle im Sommer 2003 (== > Quelle ).  

 

Dabei ist unbestritten, dass es gerade Stadtbäume sind, die derartige Klimaextreme ausgleichen und abmildern: Durch Schattenwirkung und vor allem durch Verdunstung senken Bäume die Hitzespitzen: im Sommer verdunstet ein Baum bis zu 400 Liter Wasser in der Stunde,  lindert so das unnatürlich trockene  Stadtklima und bringt an heißen Tagen Kühle und Schatten in den Wohnbereich. Dass er damit gleichzeitig zu einem ausgeglichenen Wasserhaushalt beiträgt, ist ein zusätzlicher Vorteil.

 

So ist die Empfehlung, den Baumbestand in der Stadt zu erhalten und auszuweiten, schon seit einigen Jahren selbstverständlicher und zentraler Bestandteil von zahlreichen Veröffentlichungen von Kommunalverbänden zur Anpassung an den Klimawandel (s.o.)

 

 

Um so bedauerlicher, dass eine Mehrheit der Detmolder Kommunalpolitiker die Appelle der eigenen Spitzenverbände ebenso souverän ignoriert, wie er alle Mahnungen in den Wind geschlagen hat, die vor Ort für die Erhaltung und die Vermehrung von Stadtbäumen plädierten – vom Lippischen Heimatbund, BUND und Klimaforum bis hin zum eigenen städtischen Klimabeirat, der vor einiger Zeit in einer umfassenden Position zur „Anpassung an den Klimawandel“ an zentraler Stelle gefordert hatte: „Stadtgrün erhalten“!

 

 

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